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3 Audioimpulse für dein Inneres Ankommen

Mental Load, Jahresrückblick, Burnoutprävention

persönlicher Jahresrückblick – wenn das Leben an einem vorbeizieht


Es gibt Jahre, da gibt es keinen großen Knall.
Keinen „Aha“-Moment, keine dramatische Szene, keine klare Wende.

2025 war für mich so ein Jahr.

Es war dieses wiederkehrende Bemerken… leise, hartnäckig, manchmal fast beiläufig:
Ich bin im Überlebensmodus. Ich lebe nicht mehr richtig.

Ich habe funktioniert. Weil ich musste.
Weil Verantwortung nicht fragt, ob du gerade Kapazität hast.
Kind, Job, Pferde, Alltag und dann nicht nur die normalen To-dos, sondern gefühlt ständig zusätzliche Herausforderungen obendrauf. Kaum war irgendwo Luft, kam die nächste Welle.

Und irgendwann war es nicht mehr „stressig“.
Irgendwann war es einfach zu viel.


Überforderung ist nicht nur „viel zu tun“, es ist viel zu tragen

Das Schwierigste an 2025 war nicht mal die Länge meiner To-do-Liste.
Es war dieses Gefühl, dass ich so vieles allein halte.

Nicht unbedingt, weil niemand da ist.
Sondern weil es sich oft so anfühlt, als wärst du die Person, die am Ende alles regelt.
Die organisiert, auffängt, weitermacht, mitdenkt, durchzieht.

Und so entsteht ein Zustand, der von außen oft gar nicht so dramatisch aussieht:
Du bist ja da. Du machst ja. Du schaffst ja.

Nur innen… wird es leiser. Enger. Schwerer.
Und du plötzlich fällt es dir auf: Dein Leben zieht an dir vorbei und du merkst es nicht mal.


Dazu kam noch diese Scham: „Ich müsste es doch besser wissen.“

Hier kommt der Teil, den ich lange kaum aussprechen wollte, weil er sich so unangenehm anfühlt:

Ich habe unzählige Ausbildungen gemacht.
Ich arbeite mit Menschen genau zu diesen Themen: Stress, Balance, Nervensystem, Selbstfürsorge, Burnout-Prävention, Selbstoptimierung…

Und trotzdem habe ich 2025 so oft gedacht:
Was stimmt eigentlich nicht mit mir?
Wieso krieg ich das nicht hin?
Wie kann ich anderen helfen, wenn ich selbst gerade untergehe?

Ich habe mich wie ein Versager gefühlt.

Weil da dieses „eigentlich“ im Kopf sitzt.
Du kennst es vielleicht:

„Ich weiß doch, wie das geht.“
„Ich müsste doch nur …“
„Ich habe das doch gelernt.“

Nur: Wissen schützt dich nicht automatisch vor Überforderung.
Und Kompetenz macht dich nicht immun gegen das Leben.

Manchmal weißt du sehr genau, was du bräuchtest und genau das ist das Bittere:
Du hast trotzdem keine Luft, es umzusetzen.

Nicht weil du unfähig bist.
Sondern weil dein System bereits zu lange auf Reserve läuft.


Ja, es gab auch schöne Momente. Und trotzdem war es ein hartes Jahr.

Es ist mir wichtig, das zu sagen, weil es sonst nicht ehrlich wäre:
2025 war nicht nur dunkel.

Ich hatte wunderschöne Momente.
Ich durfte neue Menschen kennenlernen, die mir gut tun.
Es gab Begegnungen, die mich berührt haben. Es gab Augenblicke, die ich nicht missen möchte.
Ich habe aus Spaß an der Freude mein erstes Buch geschrieben und veröffentlich. (kann man übrigens hier käuflich erwerben 😉 : https://h7.cl/1m7ZO
Wir haben unseren ersten Kurzurlaub als Familie gemacht. Ich darf meinem kleinen Sohn jeden Tag dabei zusehen, wie er die Welt entdeckt und so vieles mehr…

Aber: Alles andere hat energetisch mehr gewogen.

Nicht weil die schönen Dinge „nichts wert“ wären, sondern weil Überforderung wie ein schwerer Mantel ist:
Du kannst in der Sonne stehen und trotzdem frierst du, weil du diese Last mit dir herumträgst.

Und manchmal ist genau das das Verwirrende:
Du hast objektiv auch Gutes erlebt und fühlst dich trotzdem leer.
Du fragst dich, ob du undankbar bist.
SPOILER: Bist du nicht.

Du bist müde. Und überfordert. Dein Nervensystem ist am Limit.


Was ich aus 2025 mitnehme (ohne es schönzureden)

Ich nehme keinen hübschen Kalenderspruch mit.
Ich nehme einen Entschluss mit, der sich eher nach Wahrheit anfühlt als nach Motivation:

Ein weiteres Jahr wie 2025 will und kann ich nicht mehr.

Nicht, weil ich zu schwach oder nicht resilient genug bin.
Sondern weil ich mein Leben nicht verpassen will.

Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis, die ich auch dir mitgeben möchte:
Du musst nicht erst zusammenbrechen, damit du dir selbst wichtig sein darfst.


Wenn du dich hier wiedererkennst

Wenn du gerade auch nur noch funktionierst:
Lass mich dir sagen, du bist nicht faul. Du bist nicht zu sensibel. Du bist nicht undankbar.

Du bist am Limit und dein Nervensystem braucht eine Pause.
Und vor allem: Du bist nicht allein damit.

Vielleicht ist dein nächster Schritt nicht „mehr schaffen“.
Vielleicht ist dein nächster Schritt: ehrlich hinschauen und dir erlauben, dass es so nicht weitergehen kann.


Und wenn du magst, schreib mir, was 2025 mit dir gemacht hat.
Manchmal ist allein das Aussprechen der Gedanken der Anfang von etwas Neuem.


Vielleicht hast du ja gerade noch ein paar Minuten Zeit, um deinen Gedanken Raum zu geben und eine kleine Mini-Übung zu machen:

Nimm dir 3 Minuten. Kein großes Journaling, nur ehrliche Antworten.

  • 1) Woran merke ich gerade körperlich, dass ich überfordert bin?
    (z. B. Kiefer fest, flacher Atem, gereizt, Schlaf unruhig, ständig „unter Strom“,…)
  • 2) Was ist der schwerste Teil daran – die Aufgaben oder das Allein-Tragen?
    (nur ein Wort reicht: „Zeit“, „Verantwortung“, „Mental Load“, „keine Hilfe“, …)
  • 3) Was wäre ein Mini-Schritt, der mich diese Woche 5% entlastet?
    Beispiele: eine Sache absagen, Hilfe einfordern, 20 Minuten ohne Input, eine Aufgabe streichen statt optimieren.

Denk dran: Du musst nicht alles auf einmal lösen. Du darfst aber anfangen, dich selbst wieder ernst zu nehmen.

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