Wenn du aus dir selbst herauswächst
Momentan fühlt es sich an, als wäre ich eine Schlange.
Nicht im schlechten Sinn.
Sondern im wahrhaftigen.
Ich spüre gerade, wie mein altes Ich zu eng geworden ist.
Wie all die Rollen, Namen, Profile, Labels… nicht mehr passen.
Nicht mehr schwingen. Nicht mehr atmen lassen.
In den letzten Wochen hat sich etwas verändert.
Ich habe mich verändert.
Ich bin nicht mehr dieselbe, die noch vor wenigen Monaten dachte:
„Sichtbar sein ist gefährlich.“
„Was denken die anderen?“
„Ich darf das nicht zeigen.“
und noch so viel mehr.
Dann – plötzlich – war da dieses leise:
„Was, wenn es nicht mehr darum geht, wer mich findet –
sondern darum, dass ich mich endlich zeige?
Zeige, dass ich bereit bin!“
Ein Foto-Workshop, der viel verändert hat.
Ein Instagram-Account, den ich versteckt habe.
Eine Freundin, die ich mit Babybauch fotografieren durfte.
Kleine Erfolgserlebnisse, die ich früher einfach übersehen hätte.
Und plötzlich… war da Bewegung.
Plötzlich war da Verbindung und ein tieferes Verständnis.
Nicht nur mit dem, was ich tue.
Sondern mit der, die ich wirklich bin.
Und obwohl ich nicht weiß, wohin das alles führt –
weiß ich eins:
Ich kann mich nicht mehr kleinhalten. Ich DARF mich nicht mehr kleinhalten.
Ich passe nicht mehr in alte Konten.
Nicht mehr in alte Namen.
Nicht mehr in alte Ängste.
Ich häute mich, wie eine Schlange.
Ziehe mein Korsett aus, dass ich vor langer Zeit viel zu eng geschnürt habe.
Das Gefühl ist roh, zart, mutig, neu, ungewohnt und doch spüre ich, dass es richtig ist.
Wenn du auch an dem Punkt bist, wo es einfach nicht mehr passt –
dann bist du nicht kaputt.
Du bist in Entwicklung, im Wachstum.
Und vielleicht brauchst du dafür keinen Plan.
Nur Raum.
Nur Verbindung.
Nur ein Reset.


